Projekt- und themenbezogenes Arbeiten

Fester Bestandteil im täglichen Geschehen beider Gruppen sind Angebote für die Kinder zu einem Schwerpunktthema. Ein Teil dieser Angebote richtet sich jeweils an Kinder einer bestimmten Altersstufe. Diese gruppenübergreifenden Angebote finden an zwei Nachmittagen in der Woche statt. Hier kann das Thema oder Projekt aufgrund einer geringeren Kinderzahl intensiver behandelt werden.

Ein Großteil des themenorientierten Arbeitens ist jedoch so konzipiert, dass sich die drei bis sechsjährigen Kinder in den altersentsprechenden Gruppen vormittags zusammenfinden, teilweise im Intensiv- oder Werkraum und an Angeboten teilnehmen können. Ein neues Projekt wird über zwei bis drei Wochen in der Gesamtgruppe eingeführt, damit auch die jüngeren Kinder durch Beobachten lernen und für Angebote motiviert werden.

Wir sind bei der Frage nach den Inhalten dieser Angebote offen. Vieles kann zum Thema werden: Naturnahe Themen wie „Wind und Wetter“ oder phantasievolle Themen von „Vampiren und Gespenstern“ oder auch erlebnisnahe Themen wie „Meine Familie und ich“ gehören zur Auswahl.

Die Themenfindung ergibt sich durch Beobachtungen im Alltag der Kinder. Wir schauen nach Wünschen und Bedürfnissen und auch nach Erlebnissen der Kinder. Aber auch der jahreszeitliche Wechsel wird bei der Auswahl der themenorientierten Angebote berücksichtigt, z.B. „Vom Wachsen und Verändern“ als ein für den Frühling charakteristisches Thema, „Lärm und Stille“ als Möglichkeit des Erlebens von Herbst und Winter. In unserer Planung sind Feste, die bei unseren Kindern eine große Bedeutung haben, wie Karneval, Ostern, das Sommerfest im „Florian“, St. Martin, Nikolaus, und Weihnachten ein fester Bestandteil. Für die älteren Kinder gehört die Abschlussfahrt mit zwei Übernachtungen und das Zelten auf unserem Außengelände zu den Höhepunkten zum Ende des Tagesstätten- und Kindergartenjahres.

Wir hinterfragen jedoch zu Beginn eines Themas:

  • Können sich mit diesem Thema weitgehend alle Kinder identifizieren?
  • Hat es eine Bedeutung für sie und ihre momentane Lebenswelt?
  • Kann es methodisch viele Anreize schaffen zur Entwicklung der Spielfähigkeit und Förderung der Neugier und zum „Selber-Machen“?
  • Regt es das kindliche Ausdrucksvermögen an und bietet es Gelegenheiten zum Gestalten und Formen, zum Experimentieren oder auch zum gemeinsamen Singen und Lachen?

Durch den Verlauf der Projektarbeit kommen die Kinder beider Gruppen Frippe- und Querk-Gruppe zusammen, sie können gemeinsam etwas herstellen und erleben. Die Kinder haben unter anderem die Gelegenheit zu Besuchen im Nahbereich unserer Einrichtung z.B. bei Bauernhöfen, bei der Feuerwehr, bei der Polizei oder der Waldschule.

Zur Projektarbeit gehört auch die gemeinsame Arbeit mit den Kindern an ihrem persönlichen Portfolio. Die gesamte Entwicklung eines Kindes wird in seinem Portfolio festgehalten. Im Portfolio befinden sich eine Gliederung über das Kind, wie es sich selbst sieht, über das wie und was es gelernt hat, über seine Familie und Freunde, über Projekte und Ausflüge. Vervoll-ständigt wird das Portfolio durch Fotos und Bilder der Kinder.

Wichtig bei der Planung der Themen und Projekte bleibt für uns auch der Blick auf die anderen Bedürfnisse des Kindes, auf seinen eigenen Rhythmus von Mitmachen und Selbstbeschäftigung. So ist es dem einzelnen Kind möglich sich von der Mitwirkung am Thema auch einmal zurückzuziehen, um etwas anderes zu tun; z.B. um ein Kleid für die Puppe zu schneidern oder ein Vogelhäuschen zu bauen und sich dann an einer anderen Stelle wieder spontan und gerne einzubringen.

  • Öffnungszeiten:
    Montag - Freitag 7.30 Uhr - 17 Uhr
    Telefon: 0 23 06 / 63 77 7

    E-Mail: info@florian-luenen.de

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